15 Jahre Erfolg für IMP Kontakt

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Mit seinem Bruder hat er eine erfolgreiche Firma gegründet, die seit 15 Jahren auf dem Markt wirkt. Im Interview mit Dipl. Ing. Miroslav Petráš, Eigentümer und Geschäftsführer der Gesellschaft, erfahren wir mehr über die Schlüsselmomente der Firma, ihren Weg zur heutigen Form und Pläne für die Zukunft

TEXT:Jan Minar PHOTO: archivieren IMP Kontakt

Die Gesellschaft IMP Kontakt GmbH haben wir mit meinem Bruder im Jahre 1997 gegründet. Dank wertvollen Informationen von unseren. Geschäftsfreunden haben wir bedeutende europäische Hersteller im Bereich Maschinenbau besucht. Diese Treffen waren unerwartet erfolgreich und dank ihnen konnten wir exklusive Handelsvertretung für die Slowakei gewinnen, was uns hoch motiviert hat. Zu Beginn hatten wir ein Büro zu Hause. Später haben wir Räume in einer Industriezone in Bratislava gemietet. Im Laufe der Zeit, als Aufträge zunahmen, könnte sich das Unternehmen auch eine Aufstockung des Personalbestandes leisten. Der Verkauf wuchs, unsere Unternehmung wurde aber durch damals obligatorische Zertifizierung der Produkte kompliziert. Nach dem EUBeitritt der Slowakei hat sich die Situation radikal geändert und unser Handelsumsatz begann dynamisch zu wachsen. Diese Entwicklung ermöglichte uns schließlich im Jahre 2006 in eigene Handelsräume umzuziehen. Im gleichen Jahr haben wir die Lieferungen von Einpressbefestigern aus Asien nach Vienna International GmbH, für ein Projekt der 

Teile für Fernseher Philips, begonnen. Dieses Projekt im Umfang von 54 Millionen slowakischen Kronen hat uns unter die stärksten Unternehmen in Bereich Lieferungen für die Blechbearbeitung plaziert. Im Jahr 2007 haben wir begonnen, diese Elemente nach Tschechien, Ungarn und später nach Österreich und Deutschland zu exportieren. Wegen dem steigenden Einfuhrumfang wurden wir in 2011 gezwungen den Lager in größere Räume zu verlegen. Das Exportwachstum wurde durch die Zertifizierung von Qualitätssicherungssystemen nach ISO 9001:2000 gefördert. Es zeigte sich vor allem in der Verbesserung vom Kundenservice

Ihre Firma ist der exklusive Händler von Komponenten vor allem von den Firmen Elesa und Ganter. Was hat Ihre Geschäftspartner an Ihnen angesprochen zu Beginn des Unternehmens, als sie sich für eine Zusammenarbeit mit Ihnen entschlossen haben. Wer sind Ihre weiteren Zulieferer?

Nachdem wir die Vertretung der Firmen Elesa + Ganter für die Slowakei in 1997 gewonnen haben, hatten wir viel Glück. Außer der technischen Ausbildung und Erfahrungen hatten wir zu Beginn der Zusammenarbeit nicht viel anzubieten. Sie haben in unsere Fähigkeiten vertraut ohne uns zu besuchen. Dafür haben wir sie mit einem kontinuierlichen Umsatzwachstum, viele Jahren dem größten in Mittel– und Osteuropa, belohnt. Nach 15 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit sind wir zu einem bestehenden Mitglied ihres weltweiten Vertriebsnetzes geworden. Seit 1998 vertreten wir auch die Hersteller die Firmen Recoil und Kerb Konus. Wir arbeiten auch mit weiteren Lieferanten aus Italien und Deutschland zusammen.

Sie sind auch Lieferant von speziellen Komponenten für den finalen Maschinenbau. Um welche Produkte handelt es sich?

IMP Kontakt ist in der Slowakei Marktführer für Normelemente. Es handelt sich um hochqualitätsvolle Industriegriffe, Spannhebel, Handräder, federnde Druckstücke, Positionierelemente und hunderte von weiteren Normelementen für die Maschinenbauindustrie. Unser Hauptkatalog der Hersteller Elesa S. P. A. (Monza, Italien), Otto Ganter GmbH (Furtwangen, Deutschland) mit über 1100 Seiten wird jedes Jahr um Duzende neuer Produkte erweitert. Nach über 100 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion 
haben unsere Partner eine weltweit führende Position erreicht und wir schätzen, daß wir sie in der Slowakei vertreten. Um in die ehemaligen Ostblock-Länder zu exportieren, haben die Firmen Elesa und Ganter ihre Kräfte gebündelt und handeln unter dem Markennamen Elesa + Ganter

So wie sich die Firma entwickelt, verbreitet sich auch Ihr Kunden Portfolio. Welche Unternehmen sind Ihre wichtigsten Partner,wo enden Ihre Komponente – in welchen Finalprodukten? 

Unsere größten Kunden sind die führenden Maschinenbau-Unternehmen, die seit vielen Jahren erfolgreich exportieren. Es geht um solche Firmen wie Konštrukta Industry, Matador, ZVS  ENCO, ZŤS  Sabinov, TRIPLUS  SK, GE Energy, die Gruppe Chemosvit, Chirana Medical, IMC Slovakia, Marel Slovakia und hunderte von weiteren. Die Teile Elesa+Ganter werden in Gummi-Maschinen, Getriebe, Pressen, Verpackungsmaschinen, medizinische Geräte, Lebensmittelmaschinen, Blech-Produkte (Zentralen, PC-Gehäuse, Sonnenkollektoren) montiert. Neben dem Standard-Sortiment von E+G wurde eine Reihe von speziellen Teilen für Krankenhausausstattung entwickelt, Lebensmittel– und Pharmaindustrie, chemische Produktion, für hohe Temperaturen, für hohe Drücke und aggressive Mittel, feuerbeständige – selbstverlöschende Kunststoffe, für ESD – für den antistatischen Schutzbereich (EPA) – antistatischen Montagezubehör für elektronische Geräte, für Getriebe, Zubehör für Lichttechnik, 
Fitneß und Sport, Hilfsmittel für Behinderte, usw. Praktisch in jeder Produktionsfabrik kann unser Sortiment genutzt werden.

Um zu überleben und sich zu entwickeln – braucht eine Firma manchmal ins Ausland zu expandieren… Sind Sie nur auf dem slowakischen Markt aktiv?

Kontakt IMP hat die exklusive Vertretung der Firmen Elesa + Ganter nur für die Slowakei. In den Nachbarländern haben E + G weitere lokale Vertretungen. Die Einpressbefestiger und die Nietelemente für Blech aus Asien haben wir in 2007 exportieren begonnen. Paradoxerweise hat uns die Krise geholfen, als die Firmen begannen, ihre Kosten zu senken. Seit 2009 bildet unser Export 30 – 45 % des Umsatzes, am meisten wird in die Tschechische Republik exportiert. Der Vertrieb an die Endverbraucher 
liegt vor allem in der Logistik.

Wie liefern Sie die Komponente, oder wie wird die Kommunikation mit den Kunden gesichert?

Wir unterscheiden zwischen Europa – und Überseelogistik. In Europa haben wir zuverlässige Logistikpartner wie UPS, DPD, 
Der Kurier, GLS, u. ä. Die Lieferzeit bewegt sich von 1 bis 2 Tage, was in der Regel ausreichend ist. Außerhalb Europas, eine langfristige Partnerschaft mit Cargo Partner.

Wo ist Ihre logistische Basis, überlegen Sie sich die Erstellung der Filialen?

In Bratislava haben wir einen neuen Lagerraum mit einer Fläche von ca. 300 m². Dort lagern wir vor allem die Elemente aus 
Asien. Die Teile von E + G liefern wir zweimal wöchentlich aus dem Zentralen Lager in Wien, deswegen ist es nicht nötig grö-
ßere Mengen bei uns auflagern. Wir planen zunächst keine Niederlassungen in den Nachbarländern, wir rechnen auf unsere 
gute Vertriebs– und Logistikpartner. Unsere Mitarbeiter in der Exportabteilung sprechen fünf fremde Sprachen.

Die Arbeit mit eigenem Personal ist der Regel das wichtigste Element einer erfolgreichen Firma. Haben Sie ein stabiles Personal?

Unsere Ergebnisse sind auf mehreren Faktoren gegründet, wie einwandfreie Qualität, professionellen Service, persönliche Betreuung, Zuverlässigkeit und langfristige Zusammenarbeit. Über 700 Kunden werden von drei zuverlässigen Handelsvertretern betreut. Die Kollegen in Vertrieb arbeiten bei uns von 4 bis 14 Jahre. Ihre Professionalität und langjährige Loyalität schätzen nicht 
nur unsere Kunden sondern auch die Leitung unserer Gesellschaft. Derzeit hat das Unternehmen 17 Mitarbeiter.

Ihrer Firma geht es gut, worüber auch die 15 Jahre der Existenz zeugen. Es gab jedoch schlechte Zeiten und auch „super“ Zeiten … Wie empfinden Sie das vergangene Jahr in der Wirtschaft und was erwarten Sie von 2012?

Das Krisenjahr 2009 mußten wir mit erhöhten Bemühungen im Export kompensieren, wo wir außergewöhnliche Ergebnisse erzielt 
haben. Dadurch wurden die Arbeitsplätze aller Kolleginnen und Kollegen, deren Arbeit ich schätze, gerettet. Zum Beispiel, die 
Fertigstellung eines Großprojekts für Philips hat unsere Exportaktivitäten gestartet und hat uns internationale Flügel gegeben. Die erfolgreichsten Jahre waren für uns 2007 – 2008. In diesem Jahr übersteigt unser Umsatz zwei Millionen Euro. Der Plan wurde erfüllt, obwohl die Freude am Erfolg hohe langfristige Verschuldung verwöhnt. Die Steuergesetze berücksichtigen leider solche Situationen nicht und die Finanzlasten werden von den Gläubigen getragen. Und das Jahr 2012? Es wird wieder eine Aufforderung sein, unsere Marktfähigkeit gegenüber der einheimischen und ausländischen Konkurrenz zu erreichen. Ich wage nicht zu raten, was vor uns liegt. Darauf können sich heute sogar die makroökonomischen Experten nicht einigen. Die österreichische ökonomische Schule berät Sparmaßnahmen, während die anderen im Gegenteil die Finanzspritzen in die Wirtschaft bevorzugen. Ich glaube, daß wir mit unseren Mitarbeitern, mit denen wir seit 15 Jahren zusammenarbeiten, auch dieses Jahr überwinden!